Ein Neustart braucht Menschen

Die Piratenpartei ist in Oldenburg in den vergangenen Jahren zunehmend inaktiv geworden. Politisch standen andere Themen im Vordergrund: die wirtschaftliche Entwicklung, die Corona-Pandemie, internationale Krisen und der zunehmende Rechtsruck.

Das bedeutet jedoch nicht, dass unsere Themen an Bedeutung verloren haben. Im Gegenteil: Transparenz, politische Fairness und eine nachvollziehbare Verwendung öffentlicher Gelder sind heute wichtiger denn je.

Affären um politische Verantwortungsträger, fragwürdige Entscheidungen, verschwendete Steuergelder und Maßnahmen, deren Folgen vor allem die Schwächsten treffen, zeigen deutlich: Politik muss wieder überprüfbarer, ehrlicher und verständlicher werden.

Aus diesem Grund arbeiten wir derzeit daran, die Piratenpartei in Oldenburg neu aufzubauen.

Wir wollen nicht nur mehr Transparenz in die Politik bringen. Wir wollen Wählerinnen und Wählern eine echte Alternative bieten: eine politische Kraft, die nicht einfach politischen Trends hinterherläuft, sondern eigene Positionen, klare Werte und eine erkennbare Identität besitzt.

Unsere Themen sind klar. Im Mittelpunkt steht immer die Frage:

Was verbessert das Leben der Menschen in Oldenburg?

Transparenz gilt auch bei Rückschlägen

Ein Neustart ist nicht immer einfach. Deshalb möchten wir auch offen über Dinge sprechen, die nicht wie geplant funktioniert haben.

Für die Oberbürgermeisterwahl 2026 wollte die Piratenpartei Oldenburg Justin Ritter als Kandidaten aufstellen. Die dafür notwendige Aufstellungsversammlung konnte jedoch keinen wirksamen Beschluss fassen.

Der Grund ist einfach: Bei der Versammlung waren weniger als drei stimmberechtigte Parteimitglieder anwesend. Damit war sie nicht beschlussfähig. Ohne eine ordnungsgemäß beschlossene Aufstellung kann eine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters nicht eingereicht werden.

Damit steht fest: Die Piratenpartei Oldenburg wird bei der Kommunalwahl 2026 keinen eigenen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters aufstellen können.

Natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Zu unserem Anspruch an transparente Politik gehört aber auch, Schwierigkeiten nicht zu verschweigen, kleinzureden oder hinter allgemeinen Formulierungen zu verstecken.

Die Stadtratswahl ist davon nicht betroffen

Die gescheiterte Aufstellungsversammlung betrifft ausschließlich die Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters.

Unser Ziel, zur Stadtratswahl anzutreten, besteht weiterhin. Die dafür notwendige Aufstellungsversammlung soll noch stattfinden. Wir arbeiten daran, genügend Menschen zusammenzubringen, um eine ordnungsgemäße Liste aufstellen zu können.

Der Weg in den Stadtrat ist für uns deshalb noch nicht beendet.

Gerade dort wollen wir ansetzen: politische Entscheidungen nachvollziehbarer machen, digitale Beteiligung stärken, Verwaltung verständlicher gestalten und die Interessen der Menschen in Oldenburg konsequent in den Mittelpunkt stellen.

Wir befinden uns im Neuaufbau

Die Piratenpartei Oldenburg befindet sich derzeit nicht am Ende, sondern am Anfang eines Neuaufbaus.

Strukturen, Mitgliederarbeit und lokale politische Präsenz müssen Schritt für Schritt wiederhergestellt werden. Andere Parteien verfügen über Organisationen, die über viele Jahre oder Jahrzehnte gewachsen sind. Wir beginnen an vielen Stellen neu.

Das ist eine Herausforderung. Es ist aber auch eine Chance.

Wir können von Anfang an eine politische Organisation schaffen, die offen arbeitet, neue Menschen einbindet und Entscheidungen nicht in kleinen, abgeschlossenen Kreisen trifft.

Jeder Neustart beginnt mit wenigen Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Menschen, die nicht darauf warten, dass sich etwas verändert, sondern selbst daran mitarbeiten.

Unser Ziel endet nicht mit einer einzelnen Kandidatur

Auch ohne eigene Oberbürgermeisterkandidatur bleibt unser politisches Ziel bestehen.

Wir möchten langfristig wieder eine aktive und starke Piratenpartei in Oldenburg aufbauen. Eine Partei für Menschen, die Transparenz, Digitalisierung, Bürgerbeteiligung, soziale Fairness und pragmatische Lösungen voranbringen möchten.

Die Kommunalwahl 2026 ist dabei nicht das Ende, sondern ein erster wichtiger Schritt.

Dafür brauchen wir Unterstützung

Politische Veränderung entsteht nicht allein durch Kandidaturen, Wahlplakate oder Programme. Sie entsteht durch Menschen, die sich beteiligen.

Vielleicht hast du dich bereits gefragt, warum politische Entscheidungen häufig nur schwer nachvollziehbar sind. Vielleicht fehlen dir echte politische Alternativen. Vielleicht möchtest du, dass Digitalisierung, Transparenz und Bürgerbeteiligung in Oldenburg endlich konsequenter umgesetzt werden.

Dann sprich mit uns.

Du musst nicht sofort für ein Amt kandidieren oder jede Woche an Sitzungen teilnehmen. Unterstützung kann unterschiedlich aussehen: Ideen einbringen, bei Aktionen helfen, Veranstaltungen besuchen, Inhalte teilen, Mitglied werden oder für den Stadtrat kandidieren.

Der Aufbau einer politischen Bewegung beginnt nicht mit perfekten Voraussetzungen.

Er beginnt damit, dass Menschen gemeinsam anfangen.

Und genau das tun wir jetzt.